CBD Produkte dürfen in Italien nicht mehr verkauft werden

Italien wird in Zukunft den Handel mit Cannabidiol-Produkten verbieten. Laut Spruch des Obersten Gerichts soll der Verkauf von Cannabis-Extrakten, Cannabis-Blüten und Ölen schon bald der Vergangenheit angehören.

Trotz Legalisierung im Jahr 2017 hat sich das Kassationsgericht am Donnerstag in Rom erneut gegen einen weiteren Verkauf von Cannabidiol-Produkten entschlossen. Dies bedeutet nun das Aus für unzählige Hanfshops. Matteo Salvini, Innenminister der römischen Regierung sieht diesem Entschluss positiv entgegen und begrüßt das Urteil.

In Zukunft unzählige Kontrollen geplant

Laut seinen Angaben soll der Drogenkonsum mit allen Mittel bekämpft werden. Der erste Schritt für eine Besserung sei es, den Verkauf von Cannabidiol-Produkten zu stoppen. Die Anpflanzung für medizinischen Zwecke sei jedoch nach wie vor erlaubt.

Bereits vor kurzem hat Salvini in unterschiedlichen Hanfshops Kontrollen durchführen lassen, um sicherzugehen, dass keine härteren Drogen verkauft werden. Auch in Zukunft würde er weitere Untersuchungen durchführen lassen, um alle CBD-Shops zu schließen. Dies besagt eine seiner Ankündigungen vom 17. Mai 2019.

„Cannabis Light“ vom Gesundheitsrat skeptisch betrachtet

CBD enthält im Gegensatz zum typischen Cannabis nur einen sehr geringen Anteil des psychoaktiven THC. Als zugelassen gilt ein maximaler Wert von 0,6 Prozent. In anderen Worten werden Cannabidiol-Produkte nicht in die Reihe der Rauschmittel aufgenommen, da sie auch nicht als solche gelten. Bis dato sei in Italien noch keine Regulation dieses Ausmaßes durchgeführt worden.

Der Gesundheitsrat (CSS) in Italien sieht der Sache skeptisch entgegen. Es sei nicht vollkommen auszuschließen, dass „Cannabis Light“ gefährlich sei, so Salvini. Unterstützt wird er durch die Meinung zahlreicher CSS-Experten eines verfassten Dossiers im letzten Jahr.

Ungewisse Zukunft für zahlreiche Hanfshops

Viele Shop-Besitzer befinden sich nun in einer ungewissen Lage. Der CBD-Verkauf ist sehr wichtig für das Geschäft, daher wollen viele zuerst die Beweggründe für diesen plötzlichen Ausruf abwarten. Auf der anderen Seite werden auch die widersprüchlichen Argumente der Regierung bemängelt. Zwar ist die Möglichkeit gegeben, Industriehanf anzubauen, aber der Verkauf darf nicht stattfinden. Diese widersprüchliche Situation wird hoffentlich schon bald geklärt werden.

Darüber hinaus seien nicht nur Unternehmer von dieser Entscheidung betroffen, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter und Familien.

Weitere Streitpunkte

Drogen haben bereits in der Vergangenheit für unzählige Streitpunkte zwischen der Lega und deren Koalitionspartner Fünf Sterne gesorgt. Letztere ist bekannt für ihren Einsatz bei der Entkriminalisierung von leichten Drogen – wie in diesem Fall Cannabidiol.

Es wurde bereits ein Gesetzesentwurf eingereicht, indem die Produktion von Cannabis sowie dessen Gebrauch wieder legalisiert werden soll. Diese Vorkehrung sei notwendig, um die Kriminalität im Bereich der weichen Drogen zu bekämpfen.

Quelle: